Campus Zukunft

IDEEN MÖGLICH MACHEN

DIE MITTE e.V. - Campus Zukunft, The Future just started

Der Wettbewerb der Metropolen um die besten Zukunftskonzepte hat überraschende Ergebnisse. Kaum zu glauben worüber anderenorts bereits Konsens besteht - Schauen Sie selbst, wie Träume, Mut und Weitblick Realität werden können.

In den kommenden Monaten werden wir uns den Themengebieten Urbane Lebensräume, Klimaschutz und ressourcensparenden Mobilitätskonzepten widmen. Zunächst wollen wir darstellen, welche Ideen bzw. Projekte bereits in Planung oder Umsetzung sind. 

Vertikale Gärten in Berlin

22.02.2017 - Green City Solutions. “Spezielle Moose filtern Feinstaub aus der Luft” –  berichtet das DRF1 – Deutsches Regional Fernsehen am CityTree der Deutschen Bahn am Bahnhof Berlin Südkreuz und in den Büros der Green City Solutions auf dem EUREF-Campus.

 “CityTree, eine Erfindung des Dresdner StartUp-Unternehmens Green City Solutions, hilft die immer größer werdende Luftverschmutzung in Städten zu bekämpfen: Vertikale Pflanzenwände werden mit dem sogenannten Internet-der-Dinge verbunden und filtern so viel Feinstaub, Kohlenstoffdioxide und Stickoxide aus der Luft, wie sonst eine Vielzahl urbaner Bäume. Dutzende Sensoren pro Anlage messen permanent Feinstaubgehalt, Temperatur, Regenmenge etc. und regeln so die automatische Bewässerung und Nährstoffversorgung.”

 

Der erste vertikale Wald Europas

Bosco Verticale gewinnt Internationalen Hochhauspreis 2014Architekten: Boeri Studio, Mailand; Foto: © Kirsten Bucher

Bosco Verticale gewinnt 
Internationalen Hochhaus Preis 2014

Mit Bosco Verticale wurde ein Projekt ausgezeichnet, das Pionierarbeit für die Bepflanzung von Hochhäusern geleistet hat und als Prototyp für die Städte von morgen gelten kann.

Die beiden begrünten Wohnhochhäuser basieren auf einfachen rechteckigen Grundrissen und sind mit 19 bzw. 27 Stockwerken (80 Meter und 112 Meter) unterschiedlich hoch.

Jede der 113 Wohnungen hat Zugang zu mindestens einer Terrasse, die einem kleinen Garten oder einem kleinen Waldstück gleicht: Mehrere hundert Bäume, durchmischt mit Stauden, Sträuchern und Bodendeckern wachsen an den Fassaden. Die Pflanzen sorgen für eine natürliche Klimatisierung der Wohnungen und bieten den Bewohnern eine außergewöhnliche Wohnqualität. Die Pionierarbeit, die für die Bepflanzung einer Hochhausfassade in Europa notwendig war, wurde von Boeri Studio zusammen mit den Botanikern und Landschaftsplanern Laura Gatti und Emanuela Borio entwickelt.

„Bosco Verticale ist ein wunderbares Projekt! Es ist Ausdruck des allumfassenden menschlichen Bedürfnisses nach Grün. Die ‚bewaldeten Hochhäuser‘ sind ein anschauliches Beispiel einer Symbiose von Architektur und Natur“,

IHP-Preisträger Christoph Ingenhoven, Vorsitzender der Expertenjury

Das Projekt sei definitiv ein Vorbild für die Bebauung dichter Gebiete in anderen europäischen Staaten.
Die beiden verhältnismäßig kleinen Wohntürme sind Teil einer umfangreichen Quartiersentwicklung im Mailänder Norden. Neben der hohen skulpturalen Qualität und der innovativen Begrünung beeindruckten die Doppeltürme von Boeri Studio auch kontextuell: Die Lobbys bieten den Bewohnern nicht nur einen Eingangsbereich für gemeinschaftliche Nutzungen, vielmehr sind sie direkt an den künftigen Park angebunden und gehen visuell in diesen über, wodurch die vertikale Bepflanzung fortgeführt wird. 

Quelle: Deka


 

Einen weiteren Bericht über den Hochhauskomplex und deren besondere Fassadengestaltung finden Sie auf Creators.Vice.com 


Auf den Dächern der Stadt Paris

Die fünfteilige Reihe entdeckt faszinierende Metropolen aus einer neuen Perspektive: von den Dächern aus! In dieser Folge: Die Dächer von Paris sind unverwechselbar, doch die sagenhaften Aussichtspunkte auf eine der weltweit schönsten Städte und ihre vielen Sehenswürdigkeiten sind für Besucher meist unzugänglich.

Auf dem berühmten Glasdach des Grand Palais haben Bienen mitten in der französischen Hauptstadt eine Heimat gefunden. Verantwortlich ist hierfür Imker Nicolas. Rund hundert Bienenstöcke hat er auf dem Grand Palais aufgestellt. Julien und sein Dachdecker-Team erneuern in 80 Meter Höhe die Glockentürme der russisch-orthodoxen Kathedrale, und General Christian Baptiste wacht über die goldene Kuppel des gigantischen Invalidendoms. Die bislang ungenutzten Freiräume in der Stadt verwandeln Wohnungseigentümer mit Dachterrassen zu grünen Oasen. Landschaftsgärtner Hugues hat sich auf sogenannte schwebende Gärten spezialisiert.

Die Höhe der Gebäude ist in Paris seit jeher streng reglementiert. Der Tour Montparnasse ist hier eine Ausnahme – und ein hervorragendes Übungsterrain für die Feuerwehreinheit GRIMP unter Sergeant Sylvain, die in besonders gefährlichen Höhen zum Einsatz kommt.

Seit Jahren wird Paris immer grüner – und das gilt auch für die Dächer. Nicolas und Frédéric wollen jetzt hoch über der Stadt Obst- und Gemüseanbau betreiben. Das 13. Arrondissement mit seinen vielen hohen Wohnblocks ist der Lieblingsspielplatz von Freerun-Star und Dachakrobat Simon Nogueira.

Rund zehn Kilometer westlich liegt La Défense, ein weiteres Viertel mit hohen Wolkenkratzern. Der wohl modernste und innovativste unter ihnen ist der Büroturm Tour D2 mit seinen 171 Meter Höhe, transparentem Glasköper und einem stählernen Exoskelett. Er wurde von den Architekten Anthony Béchu und Tom Sheehan konzipiert.

Zum Schluss geht es auf das Dach der Kirche Saint-Merri, wo Fotograf Alain Cornu sein 2010 begonnenes Großprojekt „Sur Paris” vorstellt: eine fotografische Dokumentation rund um die Dächer der französischen Hauptstadt.